Ihr könnt es glauben oder nicht, aber ich lese tatsächlich kaum Frauenzeitschriften. Meine Informationen erhalte ich lediglich aus dem Alltag, über Newsletter und Freunde, aus meinem eigenen Interesse und natürlich über Blogs.
Vor ein paar Tagen griff ich beim Einkaufen dann doch zu einer Frauenzeitschrift, der Jolie.
Mich reizte das Thema “Die coolsten Fashion Blogger” und als verfallene Bloggerin musste ich natürlich mehr darüber erfahren.
Ich habe es jedoch noch am selben Abend bereut.
Lediglich 3 Seiten hat das groß angekündigte Thema “Die coolsten Fashion Blogger” in der Jolie eingenommen und viel neues habe ich dabei nicht erfahren.
Nagut, dachte ich mir, auf 178 Seiten sollte doch noch mehr spannendes stehen und so durchsuchte ich jeden noch so kleinen Bericht nach einer interessanten Nachricht.
Doch Fehlanzeige! Entweder stieß ich auf Nachrichten, die ich schon kannte oder nicht wissen wollte, aber das sollte auch Geschmackssache bleiben.
Was es mich wirklich abgewöhnen lässt, Frauenzeitschriften zu kaufen und zu lesen (und ich beziehe mich dabei lediglich auf bestimmte Frauenzeitschriften) ist der große Anteil an Anglizismen.
Mir ist bewusst, dass sich der Gebrauch von Anglizismen, besonders bei der jüngeren Generation, stark verbreitet hat, doch gehöre ich mit meinen 20 Jahren selbst dazu und mir gefällt der starke Gebrauch von Anglizismen überhaupt nicht.
Keiner wird etwas dagegen haben, wenn ab und an mal Anglizismen gebraucht werden, auch ich nicht, aber sollte man es nicht übertreiben.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht nur mir so geht und wenn man sich mal durch einige Diskussionsforen wühlt, wird man mir in der Hinsicht wohl schnell zustimmen können.
Oder hört sich “Food Tausch”, wie es auf dem Deckblatt der Jolie (April 2008) zu lesen ist, etwa besser an als “Lebensmittel Tausch”? -Ich denke nicht.
Es gibt noch so einige Beispiele, wie “Ernährung&Food”, “social life” oder “Hairstyles” statt “Frisuren”.
Doch ich möchte auch nicht alle Frauenzeitschriften verfluchen, es gibt immerhin noch einige Zeitschriften, die sich nicht von Anglizismen ernähren und vielleicht wird es irgendwann auch den anderen Bewusst, dass sie selbst einer jungen Generation mit dem starken Gebrauch von Anglizismen keinen Gefallen tun.








